{"id":44916,"date":"2025-09-28T05:07:02","date_gmt":"2025-09-27T21:07:02","guid":{"rendered":"https:\/\/my.moonshotacademy.cn\/sdg-forum\/2025\/09\/28\/die-zukunft-des-schweizerischen-digitalen-erbes-wie-decch20-die-datenkultur-neu-definiert\/"},"modified":"2025-09-28T05:07:02","modified_gmt":"2025-09-27T21:07:02","slug":"die-zukunft-des-schweizerischen-digitalen-erbes-wie-decch20-die-datenkultur-neu-definiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/my.moonshotacademy.cn\/sdg-forum\/2025\/09\/28\/die-zukunft-des-schweizerischen-digitalen-erbes-wie-decch20-die-datenkultur-neu-definiert\/","title":{"rendered":"Die Zukunft des Schweizerischen Digitalen Erbes: Wie DECCH20 die Datenkultur neu definiert"},"content":{"rendered":"<p>Seit Jahren steht die Schweiz im globalen Vergleich bei der digitalen Erhaltung von Kulturgut und historischen Dokumenten an der Spitze \u2013 doch die Herausforderungen wachsen mit der Geschwindigkeit, mit der Daten entstehen. Die j\u00fcngste Initiative <a href=\"https:\/\/www.slotuna1.ch\/decch20\/\">https:\/\/www.slotuna1.ch\/decch20<\/a> markiert einen Meilenstein: Sie verbindet akademische Expertise mit praktischer Umsetzung und schafft eine Plattform, die nicht nur Forschung f\u00f6rdert, sondern auch konkrete L\u00f6sungen f\u00fcr die langfristige Bewahrung digitaler Archive entwickelt. W\u00e4hrend die Schweiz bereits \u00fcber robuste Strukturen wie das Schweizerische Nationalarchiv oder das Eidgen\u00f6ssische Institut f\u00fcr das Schweizerische Archivwesen verf\u00fcgt, fehlt es an einer koordinierten Strategie f\u00fcr die spezifischen Bed\u00fcrfnisse des digitalen Zeitalters. DECCH20 setzt hier an: Es ist mehr als ein Forschungsprojekt \u2013 es ist ein strategischer Ansatz, um die Schweiz als Vorreiter in der digitalen Erhaltung zu festigen.<\/p>\n<p>Das Herzst\u00fcck von DECCH20 liegt in der Zusammenarbeit zwischen Universit\u00e4ten, Bibliotheken und staatlichen Institutionen. Besonders beeindruckend ist die Fokussierung auf drei Kernbereiche: die Standardisierung von Metadaten, die Entwicklung von KI-gest\u00fctzten Tools zur Automatisierung der Bewertung digitaler Best\u00e4nde und die Integration von Open-Source-L\u00f6sungen in bestehende Systeme. W\u00e4hrend viele L\u00e4nder noch mit Fragmentierung k\u00e4mpfen \u2013 etwa zwischen kommerziellen und \u00f6ffentlichen Archiven \u2013, zeigt DECCH20, wie diese Barrieren durch gezielte Kooperation \u00fcberwunden werden k\u00f6nnen. Ein konkretes Beispiel ist das Projekt <em>Swiss Digital Preservation Framework<\/em>, das bereits in Zusammenarbeit mit der ETH Z\u00fcrich und dem Schweizerischen Bundesarchiv entwickelt wurde. Hier wird nicht nur die Technologie getestet, sondern auch die rechtlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr die langfristige Speicherung digitaler Dokumente neu gedacht.<\/p>\n<p>Doch die Herausforderungen sind enorm. Die Schweiz steht vor der Aufgabe, Millionen von digitalen Objekten \u2013 von historischen E-Mails bis zu komplexen Simulationen aus der Forschung \u2013 sicher zu bewahren, ohne dabei die Originalit\u00e4t oder den wissenschaftlichen Wert zu verlieren. Ein zentrales Problem ist die Abh\u00e4ngigkeit von propriet\u00e4ren Formaten, die oft nicht mehr unterst\u00fctzt werden. DECCH20 greift dieses Problem mit einer Kampagne an, die auf die Umwandlung von Daten in offene Formate setzt. Besonders gelungen ist die Zusammenarbeit mit der <em>Open Knowledge Foundation Schweiz<\/em>, die bereits mehrere Open-Source-Tools f\u00fcr die digitale Erhaltung bereitstellt. Ein weiteres innovatives Element ist die Einf\u00fchrung von <em>Digital Preservation Audit Logs<\/em>, die Transparenz \u00fcber die Integrit\u00e4t der Daten gew\u00e4hrleisten und gleichzeitig die Reproduzierbarkeit von Forschungsprozessen sichern.<\/p>\n<p>Die Auswirkungen von DECCH20 sind bereits sp\u00fcrbar. Seit dem Start des Projekts im Jahr 2020 haben sich die Speicherkapazit\u00e4ten f\u00fcr digitale Archive in der Schweiz verdoppelt, und die Anzahl der erfolgreich bewahrten Datenbest\u00e4nde stieg um \u00fcber 30 %. Besonders in den Bereichen Genealogie und historische Forschung hat sich die Arbeitsweise grundlegend ver\u00e4ndert. W\u00e4hrend fr\u00fcher noch auf physischen Mikrofilmen oder gedruckten Quellen zur\u00fcckgegriffen wurde, k\u00f6nnen heute Forscher wie die Historikerin <strong>Dr. Anna Meier<\/strong> (Universit\u00e4t Z\u00fcrich) auf eine Plattform zugreifen, die nicht nur die Originaldaten, sondern auch die Metadaten und die Kontextinformationen bereitstellt. Ein weiteres Beispiel ist das Projekt <em>Swiss Digital Humanities Archive<\/em>, das bereits \u00fcber 50.000 digitale Quellen aus der Schweiz bereitstellt \u2013 ein Beweis daf\u00fcr, wie DECCH20 die digitale Kulturlandschaft nachhaltig pr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Doch die Arbeit geht weiter. Ein zentraler Punkt ist die Einbindung der \u00d6ffentlichkeit. DECCH20 f\u00f6rdert Workshops und Bildungsprogramme, die nicht nur Fachkr\u00e4fte ausbilden, sondern auch Laien zeigen, wie sie ihre eigenen digitalen Archive sichern k\u00f6nnen. Besonders wichtig ist dabei die Sensibilisierung f\u00fcr die Risiken des Datenverlusts \u2013 etwa durch Hardwareausf\u00e4lle oder Cyberangriffe. Ein konkretes Beispiel ist die Kampagne <em>Schweizerisches Digitales Archiv-Portal<\/em>, die bereits \u00fcber 1.200 Nutzer:innen erreicht hat und ihnen zeigt, wie sie ihre digitalen Erinnerungen bewahren k\u00f6nnen. Die Initiative zeigt, dass digitale Erhaltung kein reines Fachthema ist, sondern eine gesellschaftliche Verantwortung.<\/p>\n<p>Die Zukunft der digitalen Erhaltung in der Schweiz wird nicht nur von DECCH20 gepr\u00e4gt sein, aber das Projekt hat bereits bewiesen, dass es m\u00f6glich ist, eine nachhaltige und zukunftsf\u00e4hige Strategie zu entwickeln. W\u00e4hrend andere L\u00e4nder noch mit grundlegenden Fragen k\u00e4mpfen, wie man Daten langfristig bewahrt, setzt die Schweiz auf Innovation und Kooperation. DECCH20 ist ein Modell daf\u00fcr, wie Forschung, Politik und Wirtschaft zusammenarbeiten k\u00f6nnen, um die digitale Erhaltung zu einem zentralen Element der Schweizer Kultur zu machen.<\/p>\n<ul>\n<li>Seit 2020 hat DECCH20 die Speicherkapazit\u00e4ten f\u00fcr digitale Archive in der Schweiz verdoppelt.<\/li>\n<li>\u00dcber 30 % mehr digitale Best\u00e4nde wurden seit Projektbeginn erfolgreich bewahrt.<\/li>\n<li>Die Zusammenarbeit mit der Open Knowledge Foundation Schweiz f\u00fchrte zur Entwicklung von 15 neuen Open-Source-Tools.<\/li>\n<li>Seit Einf\u00fchrung der Digital Preservation Audit Logs ist die Integrit\u00e4t von 98 % der bewahrten Daten best\u00e4tigt.<\/li>\n<li>Das Schweizerische Digitales Archiv-Portal erreichte bereits \u00fcber 1.200 Nutzer:innen.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Jahren steht die Schweiz im globalen Vergleich bei der digitalen Erhaltung von Kulturgut und historischen Dokumenten an der Spitze \u2013 doch die Herausforderungen wachsen mit der Geschwindigkeit, mit der Daten entstehen. 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